Welche Vorbehandlungen sind Notwendig?
Für das erfolgreiche Einsetzen von Zahnimplantaten ist eine gute Mundhygiene eine wichtige Voraussetzung. Vor der Implantation sollten bestehende Erkrankungen wie Zahnfleischentzündungen, Parodontitis oder Karies vollständig behandelt werden. Unser Praxisteam unterstützt Sie dabei und zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Mundhygiene gezielt verbessern können.
Je nach allgemeinem Gesundheitszustand kann in einzelnen Fällen eine Mitbehandlung durch andere Fachärzte, zum Beispiel Internisten oder Diabetologen, sinnvoll sein. Zudem ist für den sicheren Halt eines Implantats ausreichend Kieferknochen erforderlich. Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kann vor der Implantation ein gezielter Knochenaufbau notwendig werden. Eine bewährte Methode hierfür ist der sogenannte Sinuslift, bei dem der Knochen im Oberkiefer aufgebaut wird, um stabile Voraussetzungen für das Implantat zu schaffen.
Wie wird ein Implantat gesetzt?
Beim Einsetzen eines Zahnimplantats wird zunächst die Schleimhaut über dem Kieferknochen mit einem kleinen Schnitt geöffnet. Anschließend wird das Implantatbett sorgfältig vorbereitet, bevor das Implantat fest im Kieferknochen verankert wird. Zum Abschluss wird das Zahnfleisch wieder verschlossen, sodass das Implantat während der Einheilungsphase vollständig geschützt ist.
Nach der Einheilung erfolgt ein kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem das Implantat freigelegt wird. Erst danach kann der individuelle Zahnersatz, zum Beispiel eine Krone oder eine Brücke, auf dem Implantat befestigt werden. Welches Implantatsystem dabei für Sie geeignet ist, entscheiden wir gemeinsam auf Basis Ihrer persönlichen Voraussetzungen und der geplanten Versorgung.
Sind Zahnimplantate für jeden geeignet?
Zahnimplantate können in vielen Situationen eingesetzt werden, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen. Sie eignen sich sowohl als Einzelzahnimplantat, zur Schließung größerer Zahnlücken als auch zur Stabilisierung von Prothesen. Voraussetzung für eine Implantation ist in erster Linie ein ausreichendes Knochenangebot im Kiefer sowie genügend Platz für den späteren Zahnersatz.
Bestimmte Erkrankungen wie eine unbehandelte Parodontitis oder ein nicht eingestellter Diabetes mellitus können eine Implantation vorübergehend einschränken. In solchen Fällen steht zunächst die medizinische Behandlung im Vordergrund. Auch bei ungünstigen Knochenverhältnissen ist eine Implantatversorgung häufig möglich, da moderne Verfahren zum Knochenaufbau, wie gezielte Knochenaugmentationen, stabile Voraussetzungen schaffen können.
Wie kann ich mein Implantat lange erhalten?
Zahnimplantate werden seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt und gelten als sehr langlebige Form des Zahnersatzes. Studien zeigen, dass der überwiegende Teil der Implantate auch nach vielen Jahren noch stabil und funktionell ist. Entscheidend für die Haltbarkeit sind eine gute Mundhygiene sowie regelmäßige zahnärztliche Kontrollen.
Um die langfristige Gesundheit von Implantaten, Zähnen und Zahnfleisch zu sichern, empfehlen wir regelmäßige Kontrolluntersuchungen in Kombination mit professioneller Zahnreinigung. In unserer Praxis bieten wir hierfür ein individuelles Recall-System an, bei dem Sie rechtzeitig an Ihre Termine erinnert werden. Die Abstände zwischen den Untersuchungen legen wir gemeinsam fest, in der Regel liegen sie bei drei bis sechs Monaten. So können auch schwer erreichbare Bereiche gründlich gereinigt und Veränderungen frühzeitig erkannt werden.
Spürt man ein Zahnimplantat im Alltag?
Nach der Einheilphase fühlt sich ein Implantat wie ein natürlicher Zahn an. Beim Sprechen, Lachen oder Kauen entstehen im Alltag keine spürbaren Unterschiede.
Was kostet ein Zahnimplantat?
Die Kosten eines Zahnimplantats hängen von mehreren Faktoren ab, unter anderem vom Implantatsystem, vom Umfang der Versorgung, vom erforderlichen Knochenangebot und von möglichen Vorbehandlungen. Auch die prothetische Versorgung, also Krone oder Brücke, beeinflusst den Gesamtpreis. Nach einer individuellen Untersuchung erhalten Patientinnen und Patienten einen transparenten Kostenplan, der alle Leistungen nachvollziehbar auflistet.
Wird ein Zahnimplantat von der Krankenkasse übernommen?
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten eines Implantats in der Regel nicht vollständig. Es wird ein sogenannter Festzuschuss gewährt, der sich am gewählten Zahnersatz orientiert – unabhängig davon, ob dieser auf einem Implantat oder auf natürlichen Pfeilern befestigt wird. Die Differenz zwischen Festzuschuss und tatsächlichen Gesamtkosten trägt die Patientin oder der Patient. Private Versicherungen und Zusatzversicherungen können je nach Tarif höhere Leistungen erbringen.